Das Glück

Das Glück

Auf unterschiedliche Weise – theoretisch, methodisch oder philosophisch- haben sich Schriftsteller und Forscher dem Thema Glück gewidmet.

Die Essenz war, dass das Glück im Betrachter selbst entsteht und es dafür keine allgemeingültige Formel gibt.

Jeder erfährt das Glück oder sein Bestreben nach dem Glück anders.

Das werden Sie aus der eigenen Erfahrung kennen. Für den einen ist es die Erfüllung eines lang ersehnten Wunsches,
ein Kinderlachen oder
ein Besuch des Freundes.

Für die anderen ist es das lockende Abenteuer,
der berufliche Erfolg
oder gar der Lottogewinn.

Sowohl unter den Menschen, als auch historisch betrachtet, unterliegt das Glück einem ständigen Wandel.

Im 19. Jahrhundert war es üblich, vom „Glück im Winkel“ zu sprechen.

Ersetzen Sie den „Winkel“ durch „Nische“ und Sie erahnen, wie viele von uns es sich eingerichtet und so vermeintlich ihr Glück gefunden haben.

Die Nische – das sich bescheiden –
im häuslichen Glück, auf der Arbeit, im Verein oder
mit sich allein.

Aristoteles beschrieb das Glück als
„Selbstgenügsamkeit“
und Demokrit als
„in der Seele zu Hause“.

Die Kriegsgeneration erfuhr großes Glück, wenn der Mann oder der Bruder unversehrt aus dem Krieg zurückkam –
das größte Unglück war somit abgewendet.

Heute sind es andere Faktoren, wie ideelle oder materielle Werte, die uns über Glück oder Unglück sprechen lassen.

Viele sind auf der Suche nach dem Glück –
wollen es im Anderen oder im Besitz finden…
und scheitern.

„Glück“ gab es in einem Heidelberger Modellprojekt als Schulfach
und auch die humorvolle Annäherung des Themas von Eckhart von Hirschhausen oder der Roman von Lelord belehren eines Besseren:

Ganz im Sinne Goethes, der sagte,
dass das Glück darin bestehe,
„das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren“.

Glück, das ist für mich das „ein-bisschen-näher-rücken-an-die-Welt“ –
sei es die innere
oder die äußere.

Auch im Kleinsten
und Unscheinbarsten
der Stille
oder im tosendsten Tohuwabohu
lässt sich das Glück finden.

Glückliche Augenblicke –
Mosaiksteinchen aus verschiedenen Sinnen.

Indem sich Sehen,
Fühlen und
Hören verbinden – wir ganz in den Moment eintauchen und die Eindrücke
kaum mehr voneinander zu unterscheiden sind.

Für die Dauer eines Atemzugs macht mich das Wohlgefühl glücklich.

Ganz einfach formuliert: glücklich bin ich, wenn ich es spüre –
ein vitaler,
beflügelnder Momentausschnitt des Lebens.

Die gute Nachricht: Glück zu empfinden ist elementar.

Wir sind mit allem ausgestattet, was wir dafür brauchen:
Unser Kompass sind Auge und Ohr.

Sind wir uns unserer Sinne wirklich gewahr,
so kommt das Glück von ganz allein.

Es gilt nur,
uns ihm hinzugeben
und der Verlockung zu widerstehen,
es festzuhalten oder gar vergrößern zu wollen.

Denn das Glück hat seine eigene Dynamik.

Wenn wir ihm Ausdruck verleihen
– Andere an dem Wohlgefühl teilhaben zu lassen –
durch Kunst, Musik, Worte oder Taten,
vermehrt es sich.

Glück ist vor allem Entschleunigung:

„Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben.“

Saint-Exupéry

Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus:

Ich wünsche Ihnen ein gelassenes Wohlgefühl im täglichen
Eintauchen in das Glück.
Das Glück
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